Jubiläums-Ausstellung des Planitzer Schnitzvereins

Fleißige Schnitzer am Rande von Zwickau zeigen ihr Können!

Bereits am zeitigen Nachmittag ist reger Betrieb im Gemeinderaum der Christuskirche in Planitz bei Zwickau. Überwiegend einheimische Besucher zeigen viel Interesse an der Ausstellung, die mit Liebe und Fleiß aufgebaut und ergänzt mit Klöppelarbeiten dargeboten wird. Beim Eingang sind einige Tische aufgestellt, wo Schnitzer und auch eine Klöpplerin ihr Handwerk zeigen, den Besuchern Auskünfte erteilen und ihnen auch Einblick in Dokumente und Fotoalben geben, wo die Geschichte des altehrwürdigen Vereines über viele Jahrzehnte  genau aufgeschrieben und dargeboten wird.

Burg

Burg Scharfenstein auf dem „Stülpnerberg“

Der absolute „Hingucker“ ist dabei ein Typischer Heimatberg, der „Stülpnerberg“

Unsere Besuchergruppe vom Vorstand des Verbandes Erzgebirgischer Schnitzer mit Vorsitzenden, Schatzmeister, Fachwart und Vereinsvorsitzenden freut sich, den Planitzer Verein begrüßen und zum 110-jährigen Jubiläum gratulieren zu können. Stephan Müller und seine anwesenden Vereinskollegen zeigen sich erfreut und erklären uns genau den Heimatberg und andere Exponate der Ausstellung,

Geschichts-Szene

Landschaft mit Szenen der Stülpner-Geschichten

Gastwirt

Diese Stube zeigt eine Szene, als Stülpner Gastwirt in Böhmen war

 

 

 

 

 

 

 

Der Berg gehört zum alten Inventar des Vereines und wurde mit viel Aufwand von 203-17 restauriert, vergrößert und ergänzt. Die Gesamtlänge beträgt 7 Meter, die Fläche über 27 m2. Etwa 150 Figuren sind zu sehen, etliche mechanisiert. Dazu Bäume, Landschaftselemente und Gebäude. Eine Kerngruppe von ca. 10 Schnitzern des 22 Mitglieder zählenden Vereines hat wöchentlich an einem Tag mehrere Stunden daran gearbeitet. Die mechanischen Elemente der einzelnen Szenen sind unabhängig voneinander angetrieben.

Kopfportrait

Gut geschnitzter Kopf von Eberhard Schilbach

Jugendwerke

Auch Arbeiten des Kinder-und Jugendzirkels finden Beachtung

 

Pferde

Moderne Pferdeskulpturen von Bernd Große

Fachsimpeln

Fachsimpelei zwischen Schnitzfreunden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schnitz- und Klöppelausstellung Königswalde 2018

Klein, aber sehr fein

Die Schnitz- und Klöppelausstellung Königswalde wurde am 27. Januar im Gasthaus Linde feierlich eröffnet. Sie findet dieses mal im Haus des Gastes „Linde“ statt. Dieser Ausstellungsraum wurde kurzfristig angemietet, da der Saal des Amtsgerichtes wegen Umbau- und Renovierung nicht zur Verfügung steht. Die Fläche ist begrenzt, daher stehen überwiegend nur Arbeiten der letzten Jahre zur Schau. Aber diese haben eine hohe Qualität und einen hervorragenden Schauwerk. Traditionelles wird fortgeführt, dazu kommen aber neue Ideen und gestalterische Experimente.

Neu sind zum Beispiel die kleinen Wandreliefs auf zum Teil unbesäumten gehobelten Brettabschnitten. Sie zeigen historische Häuschen aus dem Ort, sauber geschnitzt und gekonnt bemalt. Auch ein Schwibbogen-Relief von Walter Wähner nach einem Entwurf von Paul Schneider fällt aus dem Rahmen der üblichen klassischen Schwiibbogenfertigung heraus. Geschnitzte Skulpturen mit großflächig gestalteter , geschliffener Oberfläche und in Naturholz belassen, haben ein modernes Ambiente.

Ansonsten dominieren die farbig gefaßten Stücke. Das trifft auch für die Pyramiden und die Drehleuchter zu. Besonders beliebt bei den Besuchern sind natürlich die attraktiven Buckel- oder Modellbergwerke, mechanisch beweglich und mit Beleuchtung. Wolfgang Süß, der Schnitzlehrer und Vorsitzende des Vereins, hat schon an die 30 Stück dieser Gattung gefertigt, immer gelungene Unikate.

Trotz des relativ kleinen Raumes hat die Ausstellung einen hohen Schauwert, auch durch die vielfältig gezeigten interessanten Klöppelarbeiten. Zwei Stunden vergingen für die Frohnauer Schnitzer schnell, besonders bei den Fachsimpeleien mit den Königswalder Vereinsmitgliedern.

Eröffnung durch den Vereinsvorsitzenden Wolfgang Süß

Schnitzer-Urgestein

Königswalder Schnitzer-Urgestein: Günter Hermann (Dr Sale) und Günter Stumpf

Buckelbergwerk von W.S0ß C Ausschnitt)

 

 

 

 

 

 

 

Schwibbogen aus Linde

Etwas Besonderes: Sauber geschnitzter Schwibbogen von Walter Wähner nach einem alten, wiederentdeckten Entwurf von Paul Schneoder

Durch technische Probleme konnte dieser Artikel leider erst nach Beendigung der Ausstellung veröffentlicht werden!

red./le  02-18

Doppel-Portrait

Leonty Usov – einer der bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer

Bildhauer, Schauspieler und Philosoph. Leonti Usow, der Sibirier, schuf ein bedeutendes Lebenswerk

Am Ufer des Tom

Anton Tschechow, Bronzestatue am Ufer des Tom in Tomsk. Foto mit dem Holzbildhauer Ronny Tschierske, Elena Bondarenko und dem jungen Dolmetscher Vlad

Jury

Die Jury unter der Leitung von Leonty Usov zum Abschluß des „Festes der Axt“auf der Festbühne

 

 

 

 

 

 

 

 

Leonty Usow fiel mir zuerst beim Recherchieren im Internet auf, nämlich bei der Präsentation zum „Prasdnik Topora“, dem „Fest der Axt“ im Park “ Ogolkony“ bei Tomsk. Dort findet seit 9 Jahren ein grandioses Festival statt.Holzbildhauer, Schnitzer, Zimmerleute und Tischler stehen im Wettbewerb, um in 5 Tagen neue Werke aus Holz zu schaffen. Damit soll die weltbekannte Tradition des einheimischen Holzhandwerkes, insbesonders der Holzhaus-Bauweise, weitergeführt werden. Die Message: Unser Handwerk lebt und entwickelt sich auch zeitgemäß. Im Jahr 2016 nahmen 140 Teilnehmer aus 9 Ländern, von Einzelschaffenden bis hin zu Künstlergruppen, am Wettbewerb teil. Das war neuer Rekord. 5 Tage wird hart gearbeitet, und mittendrin, immer agil, immer im Bilde Leonty Usov als Leiter der gestrengen Jury, bestehend aus erfahrenen Fachleuten.

Jury

Einige Herren von der Jury auf unserer Bank zum Thema“ Der Zwergenkönig und das gutherzige Mädchen“

Täglich trafen wir den Meister an unserem Arbeitsplatz. Bereits 2015 lud er uns in sein Atelier ein. Leider reichte da die Zeit nicht, wir mussten in die Heimat zurückfliegen. Doch 2016 durften wir nochmals teilnehmen und hatten 2 Tage privat zusätzlich geplant, um den Einladungen von Kollegen zu folgen, allen voran bei Leonty. Diese Begegnung gehört zu den beeindruckendsten Treffen meines Lebens. Otto Flath, Adolf Valazza, Wolfgang Kleiser, die Totempfahl-Schnitzerfamilie LaFortune in Kanada, Benadikt Perera in Sri Lanka, Gösta Holmer in Schweden und etliche weitere Kollegen gehören dazu. Jeder hat seine Einmaligkeit, Faszination und individuelle Ausstrahlung. Leonty Usov ist absolut faszinierend, ein Besuch bei ihm das ganz besondere Ereignis! Auch Michail Gorbatschow saß schon beim Tee in seinem Studio. Weiterlesen

Osterschau im Depot Pohl-Ströher

Schöne Stunden zu Ostern, bei jedem Wetter!

Auch in diesem Jahr gibt es für jeden, ob Groß oder Klein, eine Osterschau, bei der man viel entdecken und sich lange aufhalten kann. Es lohnt sich, die Ausstellung auf den zwei großen Etagen mit vielen Exponaten, diesmal focusiert auf Ostern, anzuschauen.                                Über 1500 Ostereier sind zu bewunden, bemalt, lackiert, beklebt, geritzt, durchbohrt, geklöppelt. Der kreativen Fantasie der Eierbemaler- und Gestalter sind offenbar keine Grenzen gesetzt. Weiterlesen

Jubiläum: Die 25.Schnitzertage in Annaberg-Buchholz

Viele Besucher

Auch zu den 25.Erzgebirgischen Schnitzertagen gab es einen erfreulichen Besucherandrang

Der alljährliche Höhepunkt für alle Schnitzfreunde mit vielen Teilnehmern

Am 4. und 5.März war es wieder soweit: Das große Schnitzertreffen im Haus des Gastes Erzhammer. Diese Tage sind nun schon nach einem Vierteljahrhundert eine echte Erfolgsgeschichte. War es am Anfang nur ein Tag, an dem sich die vorwiegend erzgebirgischen Schnitzer trafen, ursprünglich in der „Festhalle“ am Fuße des Pöhlbergs, so sind es nun seit etlichen Jahren der Sonnabend und Sonntag jeweils am ersten Wochenende im März. Nach anfänglicher Skepsis vieler Schnitzer hat sich das gut bewährt.Und an beiden Tagen sind die Arbeitsplätze voll besetzt und die Ausstellungsfläche für die Exponate eng belegt. Leider können nicht alle Anfrage für eine Teilnahme positiv beantwortet werden. Der Platz reicht nicht aus, obwohl neben dem großen und kleinen Saal das Auditorium, die Schnitzschule, das Musikzimmer und ein weiteres Zimmer voll genutzt werden. Trotzdem waren um die 200 Schnitzer beteiligt, eine große Anzahl !   Die Eröffnungsbeiträge kamen von Frau Dr. Gabriele Lorenz, Fachamtsleiterin Kultur der Stadt Annaberg-Buchholz und 1.Vorsitzende des Erzgebirgsvereins, Dietmar Lang, 1.Vorsitzender des Verbandes Erzgebirgischer Schnitzer und dem Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Rolf Schmidt. Von den Rednern wurde insbesonders auf das 25-jährige Jubiläum der Veranstaltung eingegangen,während bei der Bühnendekoration oder während der Veranstaltung kein Extra-Hinweis dazu erfolgte. Die Eröffnung wurde durch Musiker des Bergmusikkorps „Frisch Glück“ begleitet. Weiterlesen