Archiv für den Monat: Mai 2014

Pflanzung

„Vugelbeerbaam“ für Arthurs Grab

Das Grab des Heimatdichters bleibt erhalten

Nachdem 20 Jahre seit seiner Beerdigung vegergangen sind, wurde das Grab nicht wie üblicherweise entfernt, sondern wird zunächst weitere 20 Jahre Bestand haben. Da es keine Erben gibt (sein Sohn Helmuth starb Kinderlos), hat die Stadt Annaberg-Buchholz freiwillg die Grabpflege und Kosten zu realisieren. Im Rahmen der planmäßigen Friedhofsneugestaltung mußten in diesem Bereich im Winter etliche Bäume gefällt werden. Auch die Pappel an Arthurs Grab gehörte dazu, da sie nicht mehr gesund war. Ersatzpflanzungen wird es natürlich geben. Jedoch wurden auf der Fläche dringend Grabstätten benötigt und auch schon angelegt. Nun hat es auch eine erste Neupflanzug gegeben, und zwar gut vorbereitet zum 28.Mai am Grab des Erzgebirgsoriginals. Die Idee dazu hatte der Annaberger Historiker Prof. Gotthard Schicker. In seinen Publikationen hatte er schon öfters und Umfangreich über Arthur Schramm geschrieben. Gemeinsam mit den Stadträten Dietmar Lang, welcher früher mit dem Kaufmann, Poet, Erfinder und Komponisten ( so stand es auch in seinem Personalausweis geschrieben) nicht nur Skat spielte, sondern in einem freundschaftlichen Verhältnis auch zahlreiche Gespäche führte und ihm im Alter im Heim besuchte sowie Gerd Rehm, Inhaber von „Blumen-Rehm“, welcher die Eberesche sponserte und eingrub, wurde dem Heimatdichter gedacht. Dazu gehörte auch ein Blatt mit seinem Gedicht “ ’s Mahnmol vun Arzgebirg: Dr Vugelbeerbaam“, von welchem bei der Mini-Gedenkveranstaltung zwei Verse verlesen und welches danach am Bäumchen befestigt wurde.Die Pflanzung wurde genau zwischen seinem 119. Geburtstag (30.5.1895) und 20.Todestag (19.5.1994 ) vorgenommem. Ein Dank glit auch dem Städtischen Betriebshof und der Friedhofsverwaltung für ihre Unterstützung.

„Gelick Auf, Arthur“

Kaufmann

Der Kaufmann A. Schramm in jungen Jahren.

Baumstumpf

Das Grab nach der Fällung im März .Der Baumstumpf hinter dem Grabstein.

Gespräch

Gespräch am Dichtergrab. Gerd Rehm, Dietmar Lang, Gotthard B.Schicker (v. links n. rechts). Das Wetter war ebebso regnerisch und trüb wie am Tage seiner Beerdigung vor 20 Jahren.

Liedpostkarte

Liedpostkarte

Fotos: Thomas Jacobi / Privatarchiv      Liedpostkarte: Privatarchiv                                   red.-le

 

 

 

Waldgeister

Schnitzer-Treffen 2014

Ein gelungener Schnitzertag –  von Drebach zu den Greifensteinen nach Ehrenfriedersdorf

Im Gegensatz zum kalten und verregneten Maiwetter vor einem Jahr zu unserem Schnitzertreffen In Waschleithe und Grünhain hatte sich eine Wetterlage eingstellt, die geradezu ideal war. Bei schönstem Sonnenschein trafen wir uns vor dem Zeiss-Planetarium Drebach, über 40 Schnitzfreunde des VES, zum Teil auch mit Angehörigen. Nach der üblichen herzlichen Begrüßung zogen wir ein in das moderne und interessante Planetarium. Immerhin 90 Minuten dauerte der Multimedia-Vortrag zum Thema „Merkur, Venus und Mars – Geschwister der Erde“. Doch es wurde nicht langweilig. An der Kuppeldecke sah man interessante Abbildungen des Weltalls, kombiniert mit Tollen Fotos der Erde von oben oder der Glaxien, wie man sie nur durch stärkste Teleskope sehen kann.

Planetarium

Der moderne Projektor wirkt selbst fast wie ein futuristisches Raumschiff

Planetariumausstellung

Interessante Modelle in der kleinen Ausstellung

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer Kaffepause an den stark frequentierten sonnigen Greifensteinen, wo im Freilichttheater gerade Filmaufnahmen produziert wurden, begaben wir uns auf den fast 2 km langen „Waldgeisterweg“. Die Idee des Schnitz- und Krippenvereines Ehrenfriedersdorf hat schon erstaunliche Ausmaße angenommen und verzeichnet einen ständig wachsenden Bekanntheitsgrad. Mit von der Partie sind auch Gastschnitzer aus den Vereinen in Geyer und Thum. Zu sehen sind lustige Gesellen, Fabelwesen, Hexen, Märchenfiguren, ein sogenannter „Green man“ im Blätterrahmen, auch Tiere und Pilze, teils in Naturholz und teils farbig gestaltet. In diesem Jahr werden pünktlich zum Sommeranfang am 21.Juni weitere Fabelwesen dazukommen. Dabei waren auch Schnitzer aus Geyerl und Thum, welche hier mitgeschnitzt hatten, in unserer Ausflugsgesellschaft. Eine Besichtigung lohnt sich zu jeder Jahreszeit.

Schild

Geschnitztes Hinweisschild zum Waldgeisterweg
Hexe

Waldgeist und Hexe „Baba Jaga“ im Haus auf Hühnerbein

Hexe

Spass mit der Hexe-Verwandlung zum Fliegenpilz

Schnitzerausflug 054

Märchenzwerg Geyrischer Stilart

 

Brunnen

Brunnengeist als Wasserspeier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach eingehender Besichtigung und Fachsimpelei über die Werke der hiesigen Schnitzer ging es nach Erhrenfriedersdorf in das Hotel und Gaststätte „Zur Burg“, wo das vorbestellete Essen in feiner Qualität auf den Tisch kahm. Als besonderer letzter Höhepunkt des Tages wurden dann die volkstümliche erzgebirgische und böhmische Musik und alte Lieder, gewürzt mit lustigen Gedichten und dargeboten vom bekannten Buchholzer Unterhalter Jörg Heinicke, mit viel Lachen und Beifall  bedacht.                                          Zu unserem Treffen besprachen wir auch die Einladung zum Schnitzercamp für Jugendliche, veranstaltet durch die Schnitzergilde Erzgebirge im August 2014 sowie die ersten Vorbereitungen zur Sonderausstellung des VES 2015 anläßlich unseres anstehenden 25-jährigen Jubiläums. Ein gelungener Tag, an dem auch nach der Heimkehr mit Spannung die regionalen Wahlergebnisse erwartet wurden. Allen Orgnisatoren und Mitwirkenden gebührt ein herzliches dankeschön !                                                              -red.-le

Teilgruppe

Ein Teil der Ausflügler des VES mit der Greifensteinhexe am Albin-Lange-Weg mit „Hexe“ Brigitte Wicklein

Heinicke

Für fröhliche Stimmung sorgte Jörg Heinicke

Wir bitten alle Mitglieder des VES, schon für 2015 Ideen für unseren Ausflug einzubringen.

Interessante Termine – Empfehlung des „Erzgebirgshaus-Blogs“

Termine 2016_________________________________________________

10. Annaberger Steinmetztage am 29. bis 31. Juli täglich ab 10 Uhr in der Steinmetz-Hütte, Obere Badergasse. Gastgeber ist wieder die ehrbare Steinmetzmneister-Familie Wagler. Eingeladen sind Steinmetze aus ganz Deutschlandn Holzbildhauer und Bildhauer, ein Schmied und ein Zimmermann. Mit Sonderausstellung zum Jubiläum!  

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Jahresausstellung Künstlergruppe „Exponart“ vom 10.September bis 6. November  im Museum „Perla Castrum“ Schloss Schwarzenberg. Künstlergespräch am 2.Oktober ab 19.30 anläßlich der Museumsnacht.

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 Wolfgang Kleiser zum 80. Geburtstag  Sonderausstellung Stadtmuseum Hüfingen.  „Lebenslauf“: Neue Skulpturen und Zeichnungen. 07.10.2016 – 08.01.2017 

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Alle Veranstaltungsempfehlungen und Termine ohne Gewähr !                                                red.-le

 

XI. Internationales HoLzbildhauersymposium Zinnowitz 2014

Viele Anmeldungen – und alle sind gekommen.

Insgesam 16 Holzbildhauer, Holzgestalter und ein Sägeschnitzer waren dabei, als im Kurpark Zinnowitz am 12. Mai der Startschuss für das XI. Internationale Holzbildhauersymposium im berühmten Ostseebad auf der Ferieninsel Usedom startete. Es waren wohl noch nie so viele. Bei Wind, Kälte und Regen brachten die Mitarbeiter der Kurverwaltung die etwa 2 m langen, dicken Eichenholzstämme auf die Wiese. Inzwischen haben sie dabei gute Erfahrungen gesammelt, so dass nach vermessen und abschätzen der Eignung jeder der Beteiligten sich seinen passenden Stamm an den Arbeitsplatz liefern lassen konnte.

Eichenstämme

Eiche-das Holz des Nordens. Gut zu bearbeiten, resistent im Aussenbereich.

Pressetermin

Thomas Lüscher, Holz- und Steinbildhauer sowie Bronzegießer aus der Schweiz im Gespräch mit der Chefin der Kurverwaltung, Monika Schillinger und einem Journalisten

 

 

 

 

 

 

 

 

Trotz des Regens ging es flott ans Werk, und bis zum Abend hatten mehrere Teilnehmer schon die Formen als Anlage herausgeschnitten. Bei solchen Profis wie zum Beispiel Jesko Lange, Friedhelm Schelter, Robby Schubert oder Tobias Michael ist das schon Routine. Der Lärm der Motorkettensägen singnalisiert unüberhörbar – das Symposium hat begonnen.

Powertools

Der Bildhauer Detlef Jehn überprüft seine „Powertools“.

Schnellschnitt

Jesko Lange kann fast spielerisch mit der Kettensäge umgehen.

 

 

 

 

 

 

 

Ab Dienstag hatte der Regen aufgehört. Zwar war es manchmal sehr windig, die Schnittspäne wirbelten herum und die Kälte hielt an, aber die Arbeiten konnten zügig fortgesetzt werden. Da keine Großskulpturen für die Kurpromenade mehr gefertigt werden, entscheidet jeder Bildhauer, ob er eine oder mehrere Arbeiten durchführt, größer oder kleiner und naturbelassen oder farbig. Der Titel zu diesem Symposium „Wenn Holz lebendig wird“ ließ vielen Ideen freien Lauf.

Hirsche

Friedhelm Schelter hatte sich für ein sehr konservatives Motiv entschieden. Seine zwei eichernen Hirsche waren eine riesige handwerkliche
Herausforderung – doch vom Meister souverän gemeistert.

Wäsche

Eckiges Gegenstück. Die Wäscheklammer von Tobias Michael. Für ein passendes Wäschstück gab es kein übergroßes Holz-er hät’s sonst auch geschafft !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Advokat

Gesellschaftskritisch drückt sich wieder einmal Ronny Tschierske aus. Er fertigt zwei Skulpturen, unversöhnlich und gespalten, Titel „Advokatenfutter“.

Verkauf

Jeden Tag kamen viele Besucher. Die meisten Bildhauer, wie hier Skulpturen von Volker Sesselmann, boten eigene Arbeiten zum Verkauf an.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die tägliche Arbeitszeit ging von 9-18 Uhr, manchmal auch länger. Als Belohnung gab es dann in der Lieblingskneipe frischen Fisch mit einheimischen Bier und für Feinschmecker noch Guiness und Whisky im „gemütlichsten Pub der Insel“ mit feinem schottischen Ambiente. Doch am nächsten morgen war wieder jeder am Eichenholz, um zu sägen, zu schnitzen, zu schleifen oder zu bemalen.

Löwe

„Eichenholz-Löwenstark“ ist der Titel dieser Skulptur von Dietmar Lang, sein Sternzeichen als unkonventionelles nettes Raubtier schnitzend.

Schräg

Schräger Vogel von Peter Paul Brockhage, ein individuelles Unikat als kleines Souvenir.

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist klar zu sehen, das sich im Gesamtbild des Zinnowitzer Holzbildhauersymposiums einiges verändert hat. War es für jeden Teilnehmeren in den ersten Jahren seit 2003 die Aufgabe, ein Stück auf Honorarbasis und zu einem vorgegebenen Thema für die Kurpromenade zu schnitzen und zum Termin fertigzustellen, hat es sich jetzt zu freierer Gestaltung gewandelt. Die über 40 Skulpturen am Meer werden vom Kurort gepflegt und sind auch in diesem Frühjahr wieder lasiert worden. Außerdem ist eine Broschüre in Arbeit, in welcher alle Skulpturen und die Künstler vorgestellt werden. Der Termin in Zinnowitz ist für manchen Kollegen auch ein wirtschaftlicher Faktor. So bringen sie schon fertige, meist kleinere Unikate zum Verkauf mit. Auch vor Ort werden Vögel, Segelschiffe, kleinere Bänke und Tierskulpturen gefertigt. Das wiederum erhöht den Schauwert für die Besucher, meist Urlauber, aber mittlerweile auch einheimisches Stammpublikum. In so manchem Garten oder Hotel und Ferienhaus in Zinnowitz und Umgebung sind diese Dinge zu sehen. Allerdings  sollte es auch bei einem solchen Angebot bleiben. Feilgebotene artfremde Massenware, in Serie gefertigt und auch importiert, wird dazu führen, das aus einem kunsthandwerklichen Event ein „Basar“ wird, Das wäre das Ende des besondern Flairs.

Kunstzelt

Angebote im „Kunstzelt“ der Bildhauer.

Livemusik

Gehört auch zum besonderen Flair: Unsere
Musiker, hier Volker und Wolfgang, machen Livemusik und sammeln für einen guten Zweck !

Schwein.

Unser ältester Teilnehmer, Enst Fischer, zählt 81 Jahre, ist noch fit und fertigte ein lustiges Schwein in toller Ausführung. Hier im Gespräch mit Monika Schillinger, der guten Fee des Symposiums.

Das diesjährige Symposium war wieder ein guter Erfolg. Ein Herzliches Dankeschön geht an die Kurverwaltung, insbesonders Monika Schillinger und ihre Mitstreiter, aber auch an Detlef Jehn , dessen Idee und erfolgreich Intention das Zinnowitzer Symposium begründete, sowie allen Mitwirkenden und Kunden.

red.- le

Liste

Liste der Teilnehmer