Archiv für den Monat: Juli 2014

Heimatstube

Bergmännische Krippe fast vollständig !

Erweiterung durch neue Figuren – Übergabe am 2. Advent 2014

Die Vervollständigung der Bergmännischen Krippe in der St.Marienkirche in Annaberg-Buchholz geht nach einem Konzept, welches sich die beteiligten Planer und Holzbildhauer zu Beginn des Projektes ab dem Jahr 2000 erarbeitet haben. Die vier das Werk ausführenden Holzbildhauer hatten sich jeweilige Figurengruppen zugeteilt. Die Reihenfolg der Anfertigung der Figuren ist abhängig von der Finanziereungsmöglichkeit und der jeweiligen Auftragslage der Bildhauer, denn schließlich haben diese auch eine Reihe anderer Aufträge und Projekte, zum Beispiel die Beteiligung an Holzbildhauersymposien. So kommt es auch, das im Wechsel für den Einzelnen häufigere Arbeiten am Krippenprojekt anfallen, während für andere Kunsthandwerker der Vierergruppe in ein- oder zwei Jahren keine Neufertigung vorgesehen ist. Zur Zeit arbeiten Jesko Lange und Ronny Tschierske an einer Skulptur. Der Werdegang ist so, das nach festlegen der Form der Figur eine Entwurfsskizze und ein Plastillinmodell angefertigt wird. Ist ein Kunde da, welcher als Sponsor die Arbeit bezahlt, um diese dann der Krippe hinzuzufügen, gibt es Gespräche mit ihm. Er kann dann gestalterische Wünsche mit einbringen. Dies ist besondsers wichtig, wenn ein Portrait desjeneigen geschnitzt werden soll. Vorher wird von kompetender Seite entschieden, ob sein Portrait für die jeweilige Figur angemessen ist.             Bilder zum Vergrößern anklicken

Bauer

Modell des Bauern

Polasillinmodelle

Modelle der beiden Nachtwächter


 

 

 

 

 

 

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Lohenbachtal

Carl-Heinz Westenburger „Blickpunkte“

Dem Altmeister erzgebirgischer Landschaftskunst gewidmet

Der am 5.Mai 2008 verstorbene Maler, Grafiker, Naturschützer und Denkmalpfleger Karl-Heinz Westenburger würde am 2. September diesen Jahres 90 Jahre alt werden. Ein angemessener Grund, sich seiner zu erinnern und einen kleinen Teil seines umfangreichen Werkes zu zeigen. Daher hat sich das Bergbaumuseum Oelsnitz als verantwortlich für die Sammlung Erzgebirgischer Landschaftskunst entschlossen, diese Sonderausstellung zu installieren. Der Förderverein Schloss Schlettau hat intensiv bei der Realisierung mitgewirkt. So konnte am 11. Juli 18 Uhr die Vernisage im Beisein zahlreicher Gäste, prominenten Kunst- und Kulturschaffenden, Mitglieder des Förderveins und Kunstliebhabern eine beachtenswerte Ausstellung im Schloss Schlettau stattfinden. Der Leiter des Bergbaumuseums Oelsnitz, Jan Färber, hielt eine kurze informative Rede zur Eröffnung und Begrüßung und wies auf die bisherige Erfolgsgeschichte der Sammlung hin. Kunstwissenschaftler Alexander Stoll hielt die Lautatio und brachte einfühlsam Erinnerungen an Karl-Heinz Westenburger für die Gäste herüber. Viele von diesen kannten und schätzten den erzgebirgischen Künstler und waren dankbar über die Ausführungen zu seinem Lebensweg und das künstlerische Œvre. Neben Ölbildern, Aquarellen und Grafiken sowie Zeichnungen aus mehreren Jahrzehnten gehörten diesmal auch Landschaftsfotos Westenburgers zum Umfang der Ausstellung, von denen in mühevoller Arbeit aus tausenden Dias einige digitalisiert und im größeren Format gezeigt werden. Vorlagen für seine Bilder, welche noch immer durch Perspektive, kräftige Pinselführung, den von ihm bevorzugten Erd- und Okerfarben und Einfühlsamkeit in die Natur begeisten. Die Eröffnung wurde von der Barockmusik der Musiker Ronald Kick und Thoralf Vogt begleitet, ein hörenswerter Ohrenschmauß in Ergänzung der dargebotenen Kunstwerke.  Die sehenswerte Ausstellung geht bis 2.November und ist täglich außer Montag geöffnet.

Fotos: 1  C-H Westenburger 2,u.3  D.Lang           Zum Vergrößern anklicken                 red.- le

Landschaft

Erzgebirgische Landschaft mit Fichte

Gräser

Gräser, Öl auf Hartfaser 2005

 

Japanische Tourismusexperten in Langs Erzgebirgshaus

Erzhaus

Noriko Yamaguchi fotografiert für den Club Tourism Japan im Erzgebirgshaus, wo Ronny Tschierske das Schnitzen erklärt

Werbung für unsere Region

Im Tourismusbeich gibt es noch viel zu tun für unsere Erzgebirgsheimat. Während Besucher aus Deutschland, aber auch aus Tschechien und Holland sich oft begeistert über Land und Leute aussprechen, fehlt es noch an Besuchern aus anderen Ländern, insbesonders aus Übersee. Gäste aus den USA und Kanada sind nur selten anzutreffen, Touristen aus Asien noch weniger. Im Herbst 2013 nahm Ralf Bechmann Kontakt zu mir auf und erzählte mir, daß er gute Beziehungen zu Japanern hat und von diesen auch nach Japan eingeladen wurde. Bei dieser Reise hat er dann   viel erlebte. Als passionierete Fotograf und Videofilmer, der auch aktiv im Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf mitarbeitet,  zeigte er natürlich auch interessante Bilder seiner Reise. Sein japanischer Freund Jun Shinota, Unternehmer und gut deutsch sprechender häufiger Gast in Sachsen meinte schon lange, daß das schöne Erzgebirge mit seinen Sehenswürdigkeiten und seiner Volkskultur interessant für japanische Reisende sein müßte. So kam dann ein Termin Ende Februar 2014 zustande, wo wir erste Schritte zur Erstellung eines Reiseprogramms für unterschiedlich strukturierte japanische Reisegruppen erörterten. Auf seinem Wunsch hin besuchten wir  Bäckermeister Kersten Teucher in seiner traditionellen Dorfbäckerei, den Frohnauer Hammer, wo uns die Klöppelkönigin Linda Minett ihre Kunst zeigte und danach gab es einen Kurzkurs Schnitzen in meinem Haus. Bei einem deftigen erzgebirgischen Imbiss am Kamin wurden dann Pläne für eine Weiterführung des Werbeprojektes geschmiedet. Nach kurzer Stadtführung in Annaberg-Buchholz empfing uns Hauptamtsleiter Holger Trautmann im Rathaus und sagte die Unterstützung der Stadt zu.                             Vollst. Bild bitte anklicken !

Japanschnitzer

Jun Shinota versucht sich als Schnitzer

Bäcker

Jun Shinota filmt in der Backstube

 

 

 

 

 

 

 

Nach exakter Terminplanung war es dann am 28. Juni soweit. Von Dresden über Seiifen kommend traf die japanische Tourismusdelegation pünktlich 12 Uhr in Langs Erzgebirgshaus ein. In der Holzbildhauerei und Heimatstube begrüßte sie der Holzbildhauer Ronny Tschierske. Bei einem kleinen Essen in der seltenen Mischung aus mitgebrachtem Sushi und Kostproben erzgebirgischer Spezialitäten, gewürzt durch unsere hauseigenen erzgebirgischen Liköre, die rege Zustimmung erbrachten, wurde gezeigt, erklärt, geplant. Mit dabei war die Fotografin Noriko Yamaguchi, eine prominente japanische Tourismus-Fotografin und vielfache Preisträgerin. Danach ging es in den Frohauer Hammer zum Schauschmieden sowie in die Klöppelstube. Die gesamte Präsentation wurde von den japanischen Gästen mit Begeisterung angenommen und, für Japaner eher selten, das  geplante Zeitlimit überschritten. Mit Geschenken der Stadt Annaberg Buchholz und des Erzgebirgshauses bedacht, gab es dann einen herzlichen Abschied. Diese Begegnung mit den weitgereisten Gästen aus dem Land der aufgehenden Sonne läßt aus weiteren Touristenzulauf hoffen, da darüber auch in der auflagenstärksten Tourismuszeitung Japans berichtet wird. Herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, insbesonders Ralf Bechmann, ohne dessen Vermittlungen das nicht möglich gewesen wäre.                                                 D.L.

Schmiede

Schauschmieden im Frohnauer Hammer

Klöppeln

In der Klöppelstube

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: 1,4 u. 5 Ralf Bechmann  2,3 D.Lang                                                                   red.-le.

team

Waldgeister bekommen Verstärkung

Waldblume

Fingerhut am Waldesrand

Bär

Im Wald kommt ein Bär daher…

Schnellschnitz-Aktion zum Sommeranfang an Albin-Langer-Weg

Er ist schon recht bekannt geworden – der „Waldgeisterweg“ zwischen Ehrenfriedersdorf und den Greifensteinen entlang von schattigen Waldwegen. Seit einem guten Jahrzehnt werden hier Holzskulpturen unterschiedlichester Art aus noch im Boden verwurzelten Stämmen gestaltet. Das Repertoir ist groß. Märchenfiguren, Waldzwerge, Tierdarstellungen, Charakterköpfe und noch einiges mehr kann man finden. Auch in diesem Jahr, am Samstag, dem 21. Juni, genau zum Sommeranfang, trafen sich etliche Schnitzer wieder, um 4 neue Werke zu schaffen. Die Bäume am Wegesrand waren schon auf ca. 3 m Höhe von Forstarbeitern abgeschniiten worden. Teilnehmer waren der Schnitz- und Krippenvereine Ehrenfriedersdorf als Gastgeber, der gleichnamige Verein aus Geyer sowie Mitglieder des Schnitz- und Klöppelvereines Thum. Ich selbst durfte diesmal als Gast auch teilnehmen, wofür ich den Schnitzfreunden danke. Jeder der Vereine fertigte ein Werk in Gemeinschaftsarbeit, und nach anfänglichen Zwangspausen durch starken Regen ging es zügig voran. Erst mit der Motorkettensäge, aber dann traditionell auch mit großen und mittleren Schnitzeisen. Meist waren drei Schnitzer gleichzeitig am Werk, denn das Meiste mußte zwischen 9-14 Uhr geschafft sein, Nacharbeit wie Bemalen an einem späteren Tag ist natürlich möglich. Bilder zum Vergrößern anklicken !

Promigeist

Prominenter „Fernsehgeist“ der Thumer Schnitzer

Fachleute

„Fachleit unner sich…“

 

 

 

 

 

 

 

Großmaul

Schnitzer mit Durchblick

Maul

Rothaariges Großmaul – fertiggestellt

 

 

 

 

 

 

 

Der Regen hielt bald auf, etwas Sonne drang durch die Wipfe, und die Versorgung klappte auch, Bei Bratwurst, Spekfettbemme und Bier mit und ohne Alkohol ließ es sich gut leben, und einige Frauen der fleißigen Schnitzer brachten Kafee und Kuchen. Schlichtweg ein gelungenes Schnitzertreffen. Ich hatte mich entschieden, wegen der Nähe zu den Greifensteinen einen „jungen Greif “ zu schnitzen, als etwas „karikaturähnliche“ Variante des Mischwesens, halb Greifvogel, halb Löwe, in Wappen wie in Sagen vorkommend. Hoffen wir, das alle Skulpturen gut erhalten bleiben und auch im nächsten Jahr Neues entsteht.  Glück Auf und „Gut Schnitt“ !

Stilleben

Schnitzer-Stilleben

Vogel

Der „Greifi“ ist fertig

 

 

 

 

 

 

 

Fotos u. Beitrag: D.Lang                                                                                                        red- le.