Archiv für den Monat: Dezember 2015

Mann und Kamel

Wo die meisten Flüchtlinge herkommen…

…erzählt man sich diese orientalische Geschichte.

Im nahen Osten und Nordafrika erzählt man sich auch gern Geschichten. Wir kennen ja die Märchen aus „Tausendundeine Nacht“, oft blumig und fantasievoll erfunden, aber auch das Alltagsleben widerspiegelnd. Diese hier ist simpel und gehört wohl etwas ins Reich der Fabel, hat aber einen tiefen und aktuellen Sinn.

Ein Mann reiste mit seinem Kamel durch die Wüste, wo es am Tag heiß, aber nachts oft bitterkalt ist. Daher hat er sich ein Zelt mitgenommen, um es Nachts warm zu haben. Am Abend baute er es auf und legte sich schlafen. Er erwachte aber, als ihn ein Geräusch störte. Da sah er, das das Kamel seine Nase in das Zelt steckte. „Was machst du?“, fragte der Reisende. „Draußen ist es so kalt, lass mich meine Nase ein wenig in deinem Zelt wärmen“, sprach das Kamel. „Gut, ich erlaube es dir“, sprach der Reisende zu ihm. Er schlief wieder ein, doch schon kurze Zeit später weckte ihn erneut ein Geräusch und er sah, das das Kamel den ganzen Kopf in sein Zelt geschoben hatte. „Ich hatte dir nur erlaubt, deine Nase in meinem Zelt zu wärmen“ sagte der Mann. „Aber es ist so kalt, erlaube mir, dass ich meinen Kopf in deinem Zelt wärme“. entgegnete das Kamel. „Gut,ich erlaube es Dir.“, sagte der Eigentümer des Zeltes und schlief wieder ein. Doch bald erwachte er erneut und sah, das sich Kopf, Hals und Vorderbeine des Kameles in seinem Zelt befanden. „Ich hatte Dir nur erlaubt, deinen Kopf in meinem Zelt zu wärmen“, sagte der Mann unwirsch. „Aber es ist so kalt, erlaube mir, das ich wenigstens die Hälfte meines Körpers bei dir wärmen kann“, erwiderte das Kamel“. „Es sei dir erlaubt, aber nicht mehr“.  Wieder schlief der Mann ein. Als er das nächste mal aufwachte, verspürte er eine bedrückende, unerträgliche Enge in seinem Zelt. Er war außer sich. „Was tust Du hier in meinem Zelt? Für zwei ist es zu klein!“ Doch das Kamel sagte gebieterisch, sich seiner Stärke bewusst: „Verschwinde, geh hinaus aus meinem Zelt, du dummer nachgiebiger Mann. “

Was sagt wohl der Deutsche Michel zu dieser Geschichte ? Ob er etwas merkt? Ist es nur eine Fabel oder steckt Lebensweisheit dahinter ? 

Die Völker, woher die Erzählung kommt, kennen natürlich auch das wahre Leben und ihre eigenen Befindlichkeiten und die Mentalität. Bei einigen bin ich gewesen und verbürge mich für die Authentizität.

red./le.                                                                                Foto: D.L.

Ehrenbergmann 2015 ist OB a.D. Klaus Hermann

Traditionelle Ernennung am Barbara-Tag im Erzgebirgsmuseum 

Klaus Hermann freut sich über den Ehrentitel, welcher einmal in jedem Jahr an einen Bürger von Annaberg-Buchholz, welcher mit dem Bergbau und der bergbaulichen Tradition verbunden ist und sich darum beachtliche Verdienste erworben hat, verliehen wird.

Klaus Hermann war 13 Jahre bei der Wismut unter Tage im Schacht Pöhla tätig, also gelernter und aktiver Bergmann. Als Oberbürgermeister von Annaberg-Buchholz von 1991-2001 war er wesentlich mit daran beteiligt, das der Gößner-Stollen unter dem Erzgebirgsmuseum neu aufgefahren wurde und nun seit 20 Jahren Schaubergwerk ist. In dieser Zeit konnten 275 000 Gäste begrüßt werden. Die Laudatio hielt Jürgen Förster, Landrat des Erzgebirgskreises a.D. Die Verleihung wurde vom Oberbürgermeister Rolf Schmidt vorgenommen (siehe Beitragsbild).

Ehrenformation

Der Leiter des Museums, Wolfgang Blaschke (2.v.links) , ist mit einer Ehrenformation der Knappschaft zur Verleihung angetreten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuvor hatte der Kurator der Manufaktur der Träume, Jörg Bräuer, eine Nußknackerausstellung mit über 100 Exemplaren im Sonderausstellungsraum des Erzgebirgsmuseums  eröffnet. Es ist ein gelungener Beitrag zum Advent im Erzgebirge. Die Schau ist bis Februar 2016 zu sehen

NK

Jörg Brauer eröffnet die Sonderschau „Lass knacken !“

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red.le  12.15                                                                                                       Fotos: D.Lang