Mann und Kamel

Wo die meisten Flüchtlinge herkommen…

…erzählt man sich diese orientalische Geschichte.

Im nahen Osten und Nordafrika erzählt man sich auch gern Geschichten. Wir kennen ja die Märchen aus „Tausendundeine Nacht“, oft blumig und fantasievoll erfunden, aber auch das Alltagsleben widerspiegelnd. Diese hier ist simpel und gehört wohl etwas ins Reich der Fabel, hat aber einen tiefen und aktuellen Sinn.

Ein Mann reiste mit seinem Kamel durch die Wüste, wo es am Tag heiß, aber nachts oft bitterkalt ist. Daher hat er sich ein Zelt mitgenommen, um es Nachts warm zu haben. Am Abend baute er es auf und legte sich schlafen. Er erwachte aber, als ihn ein Geräusch störte. Da sah er, das das Kamel seine Nase in das Zelt steckte. „Was machst du?“, fragte der Reisende. „Draußen ist es so kalt, lass mich meine Nase ein wenig in deinem Zelt wärmen“, sprach das Kamel. „Gut, ich erlaube es dir“, sprach der Reisende zu ihm. Er schlief wieder ein, doch schon kurze Zeit später weckte ihn erneut ein Geräusch und er sah, das das Kamel den ganzen Kopf in sein Zelt geschoben hatte. „Ich hatte dir nur erlaubt, deine Nase in meinem Zelt zu wärmen“ sagte der Mann. „Aber es ist so kalt, erlaube mir, dass ich meinen Kopf in deinem Zelt wärme“. entgegnete das Kamel. „Gut,ich erlaube es Dir.“, sagte der Eigentümer des Zeltes und schlief wieder ein. Doch bald erwachte er erneut und sah, das sich Kopf, Hals und Vorderbeine des Kameles in seinem Zelt befanden. „Ich hatte Dir nur erlaubt, deinen Kopf in meinem Zelt zu wärmen“, sagte der Mann unwirsch. „Aber es ist so kalt, erlaube mir, das ich wenigstens die Hälfte meines Körpers bei dir wärmen kann“, erwiderte das Kamel“. „Es sei dir erlaubt, aber nicht mehr“.  Wieder schlief der Mann ein. Als er das nächste mal aufwachte, verspürte er eine bedrückende, unerträgliche Enge in seinem Zelt. Er war außer sich. „Was tust Du hier in meinem Zelt? Für zwei ist es zu klein!“ Doch das Kamel sagte gebieterisch, sich seiner Stärke bewusst: „Verschwinde, geh hinaus aus meinem Zelt, du dummer nachgiebiger Mann. “

Was sagt wohl der Deutsche Michel zu dieser Geschichte ? Ob er etwas merkt? Ist es nur eine Fabel oder steckt Lebensweisheit dahinter ? 

Die Völker, woher die Erzählung kommt, kennen natürlich auch das wahre Leben und ihre eigenen Befindlichkeiten und die Mentalität. Bei einigen bin ich gewesen und verbürge mich für die Authentizität.

red./le.                                                                                Foto: D.L.

2 Gedanken zu „Wo die meisten Flüchtlinge herkommen…

  1. S.Schubert

    Hallo Herr Lange,

    Mit was für Selbstgeständnis diese orientalische Geschichte aufwartet. 2018: das Zelt ist nun rammel voll. 1 Michel und 3 Kamele.
    Der einfache Mann im Oxident hat es schon längst bemerkt, was die Kamele hier in seinem Zelt treiben. Jedoch ist keiner so blind als die Kamelmutti und ihre rosa Teletubbies, die nicht sehen wollen. Und klein Michel lässt sich zum >Drei-Affen-Dasein< (nichts hören, nichts sagen, nichts sehen dürfen) verdammen.
    Hinter der Mauer hatten wir das auch schon mal. Reichlich Import aus Mosambik, aber Bananen gab es trotzdem nicht.

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    1. Dietmar Lang Beitragsautor

      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Langsam scheinen mehr und mehr Bürger die Geschichte zu begreifen. Jeder der „schon länger hier Lebenden“, das sind ganz einfach die Deutschen, haben das Recht auf die Erhaltung unserer schönen Heimat und Kultur, insbesondere für ihre Kinder und Enkel!

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