Archiv für den Monat: Februar 2016

Fachsimpeln

Die 24. Erzgebirgischen Schnitzertage 2016

Am 5. und 6. März war es wieder ein Höhepunkt für die Schnitzer des Erzgebirges und darüber hinaus in Annaberg-Buchholz! Neuer Rekord mit 2952 Besuchern!

Zu den diesjährigen Schnitzertagen, welche schon ein fester traditioneller Bestandteil des“Erzgebirgischen Schnitzerjahres“ geworden sind, haben sich an die 200 Schnitzer aus Vereinen  Einzelschaffende angemeldet. Alle der zahlreich angebotenen Arbeitsplätze und Ausstellungstische im Haus des Gastes „Erzhammer“ wurden vergeben, sowohl in beiden Sälen als auch im Auditorium, dem Kreativraum und der Schnitzschule. Im Musikzimmer sind die Wettbewerbsarbeiten ausgestellt. Diese bewertete die Jury intern ab 12 Uhr, und pünktlich 13 Uhr erfolgte die Eröffnung durch die Vorsitzende des Erzgebirgsvereines e.V. und Leiterin des Haus des Gastes Erzhammer, Frau Dr.Gabriele Lorenz mit einleitenden Worten sowie dem Annaberg-Buchholzer Oberbürgermeister Rolf Schmidt sowie der Klöppelkönigin Linda Mynett . Unter den zahlreichen Gästen und Freunden der Erzgebirgischen Volkskunst befanden sich auch der Landrat Frank Vogel, welcher immer viel Interesse für unsere Schnitzkunst zeigt, als auch die sächsischen Landtagsabgeordneten Ronny Wehner und Alexander Krauß, mehrere Stadträte und prominente Gäste.

Schnitzertag 2016

Schnitzertag 2016: Absoluter Besucherrekord, es herrschte ein großer Andrang von Gästen. 2952 interessierte Schnitzfreunde, rund 700 mehr als im Vorjahr, waren an den 2 Tagen anwesend

Auch in diesem Jahr wird es wieder viel zu sehen und zu erleben geben. Am Samstag, den 5.März beginnt es 13 Uhr mit der Eröffnung. Es spielt das Bergmusikkorps „Frisch Glück“ Frohnau/Annaberg-Buchholz.   Der Holzbildhauermeister Hartmut Rademann aus Schwarzenberg wird 14 Uhr in der Probebühne unterm Dach zum Thema „World Wood Day“ in China 2014 einen Vortrag zum damaligen Holzbildhauer-Symposium halten. 14-16 Uhr unterhalten „De Ranzen“ wieder mit zünftigen erzgebirgischen Klängen alle Schnitzer und Besucher.. Bis 18 Uhr ist geöffnet. Weiterlesen

Galionsfiguren – hochwertige maritime Schnitzereien

Ihre Blütezeit ist längst vorüber, aber es gibt sie noch, die Schnitzer von Galionsfiguren

Der Ursprung von Galionsfiguren soll weit zurückliegen. Bronzezeitliche Petrogyphen (Steinritzungen) in Skandinavien zeigen sie.  Und wer hat noch nicht Darstellungen von Wikingerschiffen gesehen, mit weit herausragenden geschnitztem Drachenkopf am Bug! Die große Zeit dieser Handwerkskunst für Segelschiffe begann im 17.Jahrhundert, Die Eigner spanischer und portugiesische Segler stellten zuerst solche Skulpturen, meist aus Holz, in den Bug ihres Schiffes, wo es einen Balkon, spanisch „Galion“ genannt, gab. Daher ist auch bis heute die richtige Schreibweise mit nur einem „l“. Mannschaft und auch Offiziere waren oft großen Gefahren auf See ausgesetzt und daher besonders abergläubig.Die Galionsfiguren sollten den richtigen Kurs des Schiffes beobachten und das Schiff vor Unglück schützen. Mit dem Wechsel von Seglern zu Dampfschiffen und später zu modernen dieselgetriebenen Schiffen erlosch die Ära der Bugfiguren zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Rickmeres

Rickmer Rickmers mit schöner Galionsfigur, Rekonstruktion vom Holzbildhauer Dieter Meyer, HH

Kadettenkopf

Ein schöner Kadetten-Kopf passt zum Segelschulschiff. Aus einem verleimten Block geschnitzt und wirkungsvoll farbig gefasst

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Motive sind vielfältig. Überwiegend waren es ja Segler, welche mit Galionsfiguren ausgestattet wurden. Oftmals stand die Figur oder der „Shipshead“, wie die englische Bezeichnung dafür ist, im Zusammenhang mit dem Schiffsnamen. Auch Vorlieben von Eignern oder Kapitänen konnten sich in den Schnitzarbeiten wiederfinden. Antike Götter, klassische Helden, Tugenden (Victory), Fabelwesen (Nixen/ Meerjungfrauen) Adlige und anderweilig berühmte Personen, auch Wappen finden sich als Vorlagen. Ebenso Vögel oder andere Tierdarstellungen wie Löwen. Oft ging Backbord und Steuerbord noch von der Figur ein seitlich am Bug angebrachtes Panel oder Seitenbrett aus, beschnitzt und bemalt. Es ist die „Krullgalion“. Weiterlesen

Annaberg-Buchholz

„Best Chritmas City“ – das ist Annaberg-Buchholz

Online gewählt – aber real erlebt. Annaberg-Buchholz in der Weihnachtszeit ist ein echter Höhepunkt ! 

Auf gut deutsch würde es „Beste Weihnachtsstadt“ heißen. Die Anglizismen-Schwemme, welche unsere Umgangssprache verändert, kann zur Plage werden, insbesondere bei den Abkürzungen. Aber in diesen Fall ist es gut so, denn die Weltsprache Nummer 1 ist nun mal englisch. Auch im Internet und in der Werbung.  Und es ist gut so, das man in aller Welt über Annaberg-Buchholz und den tollen Leistungen seiner Bewohner lesen und schauen kann. Selbst die Washington Post widmete eine ganze Seite der weihnachtlichen Stadtansicht von unserer Erzgebirgshauptstadt. Das ist nicht von ungefähr gekommen. Ein langjährig entwickeltes umfangreiches Marketingkonzept, welches konsequent eingehalten und ständig erweitert wurde, die Kombination von beachtlich hochwertigen  Alleinstellungsmerkmalen und ein unverwechselbares Flair führten zum Erfolg. Das betrifft an erster Stelle den Weihnachtsmarkt. Er wurde bereits im Dezember 2015 als schönster Weihnachtsmarkt Mitteldeutschlands ausgezeichnet. Das tolle vielseitige Angebot an Gastronomie und Verkaufsständen mit überwiegend einheimischen Artikeln, wirkungsvoll und freundlich präsentiert und in stilecht gestalteten Ständen  dargeboten, ist schon etwas Besonderes. Das stimmt überein mit dem Werbeslogan für den Markt: „Sich Zeit nehmen für das Besondere“

Stadtansicht

Annaberg-Buchholz ist auch eine „Pyramidenstadt“. Der Blick vom Markt zu St.Annen. Neben der Marktpyramide mit 10,50 m Höhe gibt es zahlreiche weitere Freilandpyramiden

Beim Annaberger Weihnachtsmarkt klappt die Zusammenarbeit zwischen Händlern, Betreibern und Organisatoren. Es wird sowohl von Seiten der Stadt als auch der Unternehmer investiert, in neue Stände, Kultur und Werbung. Dafür gab es 2015 auch wieder eine Steigerung bei den Besucherzahlen und dem Umsatz. Der Markt wurde als schönster Weihnachtsmarkt Mitteldeutschlands vom MDR ausgezeichnet.

Weihnachtsmarkt

Marktpyramide und Marktstände

Marktpyramide

Am Freitag vor dem ersten Advent findet  das Anschieben der Marktpyramide statt.

 

 

 

 

 

 

 

Ein toller Weihnachtsmarkt ist primär wichtig für die Erringung eines deutschlandweiten Sieges. Doch um eine erfolgreich Weihnachtsstadt zu sein, gehört noch einiges mehr dazu. Viele Häuser und auch Vorgärten sind beleuchtet, elektrische Kerzen leuchten von den Bäumen und in unzähligen Fenstern sind erzgebirgische Schwibbogen aufgestellt. Alles in weißem Licht, denn die Erzgebirgsweihnacht hat ihre Wurzeln nicht nur in der christlichen Weihnachtsgeschichte, sondern auch im Bergmännischen, der Ursprungskultur des Erzgebirges. Die Geleuchte der Bergleute hatten ein weiß-gelbliches Öl-Licht. Wer etwa bunte oder gar binkenden Lichtschmuck zeigt, ist ein „Uhiesscher“, das heißt ein „Zugezogener“, der sich noch nicht mit den einheimischen Traditionen vertraut gemacht hat. Auch Räuchermänner, Nußknacker, Engel und Bergmänner und andere Traditionsfiguren begegnen einen auf Schritt und Tritt, besonders natürlich in den fast übervollen Geschäften mit einheimischen Kunsthandwerk. Auch die Museen bieten in attraktiver Übersicht Einblick in Brauchtum der Heimat, so das Erzgebirgsmuseum, die „Manufaktur der Träume“ mit der umfangreichsten erzgebirgischen Volkskunst- und Holzgestaltunsausstellung im deutschsprachigem Raum als auch der „Frohnauer Hammer“ im schönsten Festtagsschmuck.
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