Jubiläum: Die 25.Schnitzertage in Annaberg-Buchholz

Viele Besucher

Auch zu den 25.Erzgebirgischen Schnitzertagen gab es einen erfreulichen Besucherandrang

Der alljährliche Höhepunkt für alle Schnitzfreunde mit vielen Teilnehmern

Am 4. und 5.März war es wieder soweit: Das große Schnitzertreffen im Haus des Gastes Erzhammer. Diese Tage sind nun schon nach einem Vierteljahrhundert eine echte Erfolgsgeschichte. War es am Anfang nur ein Tag, an dem sich die vorwiegend erzgebirgischen Schnitzer trafen, ursprünglich in der „Festhalle“ am Fuße des Pöhlbergs, so sind es nun seit etlichen Jahren der Sonnabend und Sonntag jeweils am ersten Wochenende im März. Nach anfänglicher Skepsis vieler Schnitzer hat sich das gut bewährt.Und an beiden Tagen sind die Arbeitsplätze voll besetzt und die Ausstellungsfläche für die Exponate eng belegt. Leider können nicht alle Anfrage für eine Teilnahme positiv beantwortet werden. Der Platz reicht nicht aus, obwohl neben dem großen und kleinen Saal das Auditorium, die Schnitzschule, das Musikzimmer und ein weiteres Zimmer voll genutzt werden. Trotzdem waren um die 200 Schnitzer beteiligt, eine große Anzahl !   Die Eröffnungsbeiträge kamen von Frau Dr. Gabriele Lorenz, Fachamtsleiterin Kultur der Stadt Annaberg-Buchholz und 1.Vorsitzende des Erzgebirgsvereins, Dietmar Lang, 1.Vorsitzender des Verbandes Erzgebirgischer Schnitzer und dem Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Rolf Schmidt. Von den Rednern wurde insbesonders auf das 25-jährige Jubiläum der Veranstaltung eingegangen,während bei der Bühnendekoration oder während der Veranstaltung kein Extra-Hinweis dazu erfolgte. Die Eröffnung wurde durch Musiker des Bergmusikkorps „Frisch Glück“ begleitet.

Rolf Schmidt

Eröffnungsansprache von Oberbürgermeister Rolf Schmidt

Fachgespräch

Fachsimpeleien in der Schnitzschule, hier Roland Mai mit einem Gast

Tschechischer Gast

Der Holzbildhauer aus Tschechien gibt einer „Holubicki“, einer Holztaube die letzte Form

Intarsien

Intarsienschneider Harry Müller hat eine Weltkarte geschnitten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Rahmenprogramme waren wieder sehr umfangreich, es gab 3 Vorträge, am Sonnabend von Siegfried Kahl zum Thema Rinden- und Astschnitzerei,  am Sonntag 11 Uhr Dietmar Lang zu den Holzbildhauer-Wettbewerben 2015 und 2016 in Tomsk in Sibirien zum „Fest der Axt“ und 13 Uhr zum wichtigen Thema „Werkzeugschärfen“ von Ronny Tschierske. Zünftige Musik war von etlichen Interpreten auf der Bühne zu hören, so auch von „De Ranzen“. Der Schnitzerstammtisch am Sonntag 13 Uhr fand wieder regen Zuspruch im vollbesetzten Keramikraum. Themen wie Kinder- und Jugendschnitzen, Förderung der Vereine und Arbeitsgruppen und Lehrgangsangebote, welche zum Beispiel in der Schnitzschule erwünscht wären, gaben regen Diskussionsstoff, so dass fast eine halbe Stunde über die geplante Zeit diskutiert wurde. Leider stellte man fest, das es wie meistens immer ist, am nötigen Geld fehlt, zum Beispiel zur Bezahlung von Schnitzlehrern, Dozenten und Lehrgangsleitern. Der Verband Erzgebirgischer Schnitzer zum Beispiel hat diese Themen aufgegriffen, kürzlich bei seiner Jahreshauptversammlung besprochen und sucht nun nach Lösungen.

Bergmann

Eine sehr schöne Bergmannsdarstellung eines „Bargmaa im Drack“

Schnitzgunge

Unser Nachwuchs ist fleissig, hier unter der Leitung eines erfahrenen Schnitzers

Ostern

Auch an Ostern denkt man schon. Bunte Ostergrüße!

Am Faß

Immer wieder ein beliebtes Motiv: Der kernige „Kellermeister“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Jury hatte es nicht leicht.  Zahlreiche Arbeiten waren zum Thema „Reisen“ eingegangen.Leider wurde das Thema etwas eng gesehen und zündende Ideen waren rar. So entschied man sich für die Preisträger vorwiegend an der guten handwerklichen Qualität.Es gab jeweils 3 Preise in 3 Alterskategorien. Die Sieger: Kinder– Pascal Seifert, Schwarzenberg mit „Baron Münchhausen“, Jugend Toni Voigtländer, Schwarzenberg mit „Lokomotive“, Erwachsene- Kai Redlich, St. Egidien mit  „Am Bahnhof“.  Der Publikumspreis ging an Joachim Heß aus Langenweißbach mit dem aufwendig geschnitzten „Postkutschengespann“. Allen Preisträgern ein herzlicher Glückwunsch !

Die Preise

Die Preisverleihung übernahm diesmal der Mitarbeiter der Schnitzschule „Paul Schneider“, Herbert Volker Krämer mit Frau Dr. Gabriele Lorenz und Claudia Harnisch

Exponate

Die vielen ausgestellten Schnitzarbeiten waren für die Besucher sehr interessant und man nahm sich viel Zeit für die Exponats-Schau in allen Räumen

 

 

 

 

 

 

 

 

Der alljährliche Höhepunkt: Die Verleihung des goldene Schnitzmessers

Zu 11. male wurde das goldene Schnitzmesser für das Lebenswerk eines hervorragenden Schnitzers verliehen. Es wird vom Erzgebirgsverein gemeinsam mit dem VES vergeben. In diesem Jahr ging es an Karl-Heinz Werner vom Schnitz- und Krippenverein Ehrenfriedersdorf. Sein ehemaliger Schüler, Simeon Decker, heute selbständiger Holzbildhauermeister in Berlin, verlas die umfangreiche Laudatio. Es gab auch viel zum Werk von Karl-Heinz Werner zu sagen. Von 1952 bis 2014 war er Im Schnitz- und Krippenverein Ehrenfriedersdorf mit viel Liebe und Engagement tätig, langzeitig auch als dessen Leiter. Generationen hat er seine umfangreichen Kenntnisse vermittelt. Unter anderem hat er auch den „Waldgeisterweg“ mit erfunden und das Gemeinschaftswerk mit „angeschoben“. Herzlichen Glückwunsch, lieber Karl-Heinz ! Du sollst dich noch lange am Schnitzen erfreuen.

Der diesjährige Schnitzertag hatte 2176 Besucher. Das ist ein gutes Ergebnis. Herzlichen Dank an die Organisatoren und Helfer !

Goldenes Schnitzmesser

Die Verleihung des „Goldenen Schnitzmessers 2017 für das Lebenswerk. Von links: Dietmar Lang, 1.Vors VES, Karl-Heinz Werner, Preisträger, Simeon Decker, Laudator, Dr. Gabriele Lorenz, 1. Vorsitzende Erzgebirgsverein.

 

red./le 17                             Fotos: Copyr. by D.Lang. Foto gold. Schnitzmesser: Mathias Förster

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