Kategorie-Archiv: Heimat und Reisen

Ereignisse im Erzgebirge und Reiseberichte

Doppel-Portrait

Leonty Usov – einer der bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer

Bildhauer, Schauspieler und Philosoph. Leonti Usow, der Sibirier, schuf ein bedeutendes Lebenswerk

Am Ufer des Tom

Anton Tschechow, Bronzestatue am Ufer des Tom in Tomsk. Foto mit dem Holzbildhauer Ronny Tschierske, Elena Bondarenko und dem jungen Dolmetscher Vlad

Jury

Die Jury unter der Leitung von Leonty Usov zum Abschluß des „Festes der Axt“auf der Festbühne

 

 

 

 

 

 

 

 

Leonty Usow fiel mir zuerst beim Recherchieren im Internet auf, nämlich bei der Präsentation zum „Prasdnik Topora“, dem „Fest der Axt“ im Park “ Ogolkony“ bei Tomsk. Dort findet seit 9 Jahren ein grandioses Festival statt.Holzbildhauer, Schnitzer, Zimmerleute und Tischler stehen im Wettbewerb, um in 5 Tagen neue Werke aus Holz zu schaffen. Damit soll die weltbekannte Tradition des einheimischen Holzhandwerkes, insbesonders der Holzhaus-Bauweise, weitergeführt werden. Die Message: Unser Handwerk lebt und entwickelt sich auch zeitgemäß. Im Jahr 2016 nahmen 140 Teilnehmer aus 9 Ländern, von Einzelschaffenden bis hin zu Künstlergruppen, am Wettbewerb teil. Das war neuer Rekord. 5 Tage wird hart gearbeitet, und mittendrin, immer agil, immer im Bilde Leonty Usov als Leiter der gestrengen Jury, bestehend aus erfahrenen Fachleuten.

Jury

Einige Herren von der Jury auf unserer Bank zum Thema“ Der Zwergenkönig und das gutherzige Mädchen“

Täglich trafen wir den Meister an unserem Arbeitsplatz. Bereits 2015 lud er uns in sein Atelier ein. Leider reichte da die Zeit nicht, wir mussten in die Heimat zurückfliegen. Doch 2016 durften wir nochmals teilnehmen und hatten 2 Tage privat zusätzlich geplant, um den Einladungen von Kollegen zu folgen, allen voran bei Leonty. Diese Begegnung gehört zu den beeindruckendsten Treffen meines Lebens. Otto Flath, Adolf Valazza, Wolfgang Kleiser, die Totempfahl-Schnitzerfamilie LaFortune in Kanada, Benadikt Perera in Sri Lanka, Gösta Holmer in Schweden und etliche weitere Kollegen gehören dazu. Jeder hat seine Einmaligkeit, Faszination und individuelle Ausstrahlung. Leonty Usov ist absolut faszinierend, ein Besuch bei ihm das ganz besondere Ereignis! Auch Michail Gorbatschow saß schon beim Tee in seinem Studio. Weiterlesen

Osterschau im Depot Pohl-Ströher

Schöne Stunden zu Ostern, bei jedem Wetter!

Auch in diesem Jahr gibt es für jeden, ob Groß oder Klein, eine Osterschau, bei der man viel entdecken und sich lange aufhalten kann. Es lohnt sich, die Ausstellung auf den zwei großen Etagen mit vielen Exponaten, diesmal focusiert auf Ostern, anzuschauen.                                Über 1500 Ostereier sind zu bewunden, bemalt, lackiert, beklebt, geritzt, durchbohrt, geklöppelt. Der kreativen Fantasie der Eierbemaler- und Gestalter sind offenbar keine Grenzen gesetzt. Weiterlesen

Erzhammer Annaberg

Weihnachtspyramiden – Januarausstellung in Annaberg-Buchholz 2017

Ausstellunsraum

Am Eröffnungstag

Von der Miniatur bis zur 2,30 m hohen Zimmerpyramide – eine tolle Schau!

Seit 1998 ist, als die erste Sonderschu ins Leben gerufen wurde, ist die sogenannte Januarausstellung ein fester Besandteil im Kulturkalender der Stadt Annaberg-Buchholz geworden und erfreut sich großer Beliebtheit. Damals war es ebenfalls eine Pyramidenschu, welche mit riesigem Erfolg ablief und tausende Besucher in das Kulturhaus lockte. Nun, 19 Jahre später hatte das Team des „Erzhammer“ unter der Leiterin, Frau Dr. Gabriele Lorenz, dem Mut, es wieder mit Pyramiden zu versuchen.Erfahrung und Ausstellungstechnik sind wesentlich fortgeschritten, was sich am ganzen Projekt zeigt. Sowohl Werbung, Präsentation und Raumgestaltung sind gelungen und attraktiv. Es ist schon zu Anfang eine große Leistung, 170 Pyramiden unterschiedlichster Art und größe so kurz nach Weihnachten von Leigebern zusammenzuholen, aufzubauen und im sinnvollen und anspruchsvollem Kontex zu präsentieren. Diese intensive und umfangreiche Arbeit konnte unter dem erfahrenen Ausstellungs-Gestaltern Uwe Moule und seinen Mitarbeitern, insbesondere  Lutz Gaudel, wieder mit glücklicher Hand gelingen. Dafür gebührt ihnen eine große Anerkennung. Weiterlesen

Sonne

Entdeckungen in Israel – Plastiken, Skulpturen und bildende Kunst im öffentlichen Raum

Traditionelles und Mut zum Zeitgenössischen. Eine interessante Vielfalt der Gestaltung im „Heiligen Land“

Es ist nahe liegend, das man in Israel auf Schritt und Tritt historisches findet. Palästina und das Jordanland gründen sich aus uralten Zivilisationen und Kulturen. Die Hauptstadt Jerusalem findet schon etwa im 18./19. Jahrhundert vor Christus Erwähnung. Kriege, Eroberungen, Machtwechsel und vieljährige Besetzungen machten sie zum Spielball der Völker und schafften damit auch eine fast unglaublich breit gefächerte Kultur, Architektur und Kunst. Die Stadt beinhaltet für Judentum, Christentum und Islam einige der heiligsten Stätten dieser drei „Buchreligionen“. Und auch in der Gegenwart hat die Kunst einen festen Stellenwert, schaffe junge Künstlergenerationen neue Inhalte, Formen und Projekte und Objekte.

Kuppel in Nazarethz

Moderne Kuppel mit traditionellen Engeln – zwei Kunstrichtungen ergänzen sich gekonnt in der Franziskaner-Kapelle in Bethlehem nahe des Hirtenfeldes

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Galionsfiguren – hochwertige maritime Schnitzereien

Ihre Blütezeit ist längst vorüber, aber es gibt sie noch, die Schnitzer von Galionsfiguren

Der Ursprung von Galionsfiguren soll weit zurückliegen. Bronzezeitliche Petrogyphen (Steinritzungen) in Skandinavien zeigen sie.  Und wer hat noch nicht Darstellungen von Wikingerschiffen gesehen, mit weit herausragenden geschnitztem Drachenkopf am Bug! Die große Zeit dieser Handwerkskunst für Segelschiffe begann im 17.Jahrhundert, Die Eigner spanischer und portugiesische Segler stellten zuerst solche Skulpturen, meist aus Holz, in den Bug ihres Schiffes, wo es einen Balkon, spanisch „Galion“ genannt, gab. Daher ist auch bis heute die richtige Schreibweise mit nur einem „l“. Mannschaft und auch Offiziere waren oft großen Gefahren auf See ausgesetzt und daher besonders abergläubig.Die Galionsfiguren sollten den richtigen Kurs des Schiffes beobachten und das Schiff vor Unglück schützen. Mit dem Wechsel von Seglern zu Dampfschiffen und später zu modernen dieselgetriebenen Schiffen erlosch die Ära der Bugfiguren zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Rickmeres

Rickmer Rickmers mit schöner Galionsfigur, Rekonstruktion vom Holzbildhauer Dieter Meyer, HH

Kadettenkopf

Ein schöner Kadetten-Kopf passt zum Segelschulschiff. Aus einem verleimten Block geschnitzt und wirkungsvoll farbig gefasst

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Motive sind vielfältig. Überwiegend waren es ja Segler, welche mit Galionsfiguren ausgestattet wurden. Oftmals stand die Figur oder der „Shipshead“, wie die englische Bezeichnung dafür ist, im Zusammenhang mit dem Schiffsnamen. Auch Vorlieben von Eignern oder Kapitänen konnten sich in den Schnitzarbeiten wiederfinden. Antike Götter, klassische Helden, Tugenden (Victory), Fabelwesen (Nixen/ Meerjungfrauen) Adlige und anderweilig berühmte Personen, auch Wappen finden sich als Vorlagen. Ebenso Vögel oder andere Tierdarstellungen wie Löwen. Oft ging Backbord und Steuerbord noch von der Figur ein seitlich am Bug angebrachtes Panel oder Seitenbrett aus, beschnitzt und bemalt. Es ist die „Krullgalion“. Weiterlesen